BEFREIENDE EVAS

BEFREIENDE EVAS
(c) Sezer Dilan Zirhli

Performances, Workshop, Musik und Ausstellung

Feminist-Zine Workshop: Sezer Dilan Zirhli
Exhibition: Nasezine, Fabrikraum Zine & Artbook Archive, Artworks of participants

Do, 22.9., 14:30–17:30

Workshop (EN/DE/TR)

Feminist-Zine Workshop 1 “Introduction”

Registration at s.dilan.zirhli@gmail.com until 15.09.2022

Max. participants: 10, women* only

@Fabrikraum Kulturverein, Johnstraße 25-27, R02/2, 1150, Vienna

Fr, 23.9., 14:30–17:30

Workshop (EN/DE/TR)

Feminist-Zine Workshop 2 “Sketches”

Registration at s.dilan.zirhli@gmail.com until 15.09.2022

Max. participants: 10, women* only

@Fabrikraum Kulturverein, Johnstraße 25-27, R02/2, 1150, Vienna

Sa, 24.9., 14:30–17:30

Workshop (EN/DE/TR)

Feminist-Zine Workshop 3 “Layout”

Registration at s.dilan.zirhli@gmail.com until 15.09.2022

Max. participants: 10, women* only

@Fabrikraum Kulturverein, Johnstraße 25-27, R02/2, 1150, Vienna

So, 25.9., 15:00–18:00

Party, Exhibition and Performances

Feminist-Zine Launch: “Golden Day” with Altin Günü

 

@Fabrikraum Kulturverein, Johnstraße 25-27, R02/2, 1150, Vienna

Sie können es nicht vermeiden, subjektiv zu sein.

„Wir müssen erkennen, dass der Ausweg, um die Ängste loszuwerden die wir empfinden darin liegt, über diese eigentlich unbedeutenden, persönlichen Probleme zu schreiben. Darüber hinaus müssen wir auch erkennen, dass unsere Probleme nicht zu uns gehören, und genau genommen nicht persönlich zu nehmen sind. Wenn wir über uns selbst sprechen, sprechen wir auch über andere, denn unsere Probleme, unsere Schmerzen, unsere Freuden, unsere Gefühle, selbst unsere außergewöhnlichen und bemerkenswerten Gedanken können nicht unsere eigenen sein“, sagt Doris Lessing im Goldenen Notizbuch.

Ich weiß, dass es Frauen* geben wird, die sich in mir wiederfinden, wenn ich mich erkläre. Frauen*, die irgendwo mein Leben gefasst haben. In Österreich, wohin ich als Studentin kam, musste ich arbeiten, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Zusätzlich zu dieser studentischen Identität ermöglichten mir verschiedene Tätigkeiten, verschiedene Identitäten anzunehmen. Abwäscherin Dilan*, Putzfrau Dilan*, Werbetreibenderin Dilan*, Schankhilfe Dilan*, Lehrerin Dilan*, Künstlerin Dilan* usw. Ich erkannte, dass je mehr ich teile, desto mehr vermehre ich mich und werde frei. Aus diesem Grunde habe ich mich dazu entschieden, die Befreiung der Frau* als ein „Befreiende Evas“- Projekt zu gestalten, das darauf abzielt, die Emanzipation der Frau* sowohl als Manifestation als auch als Heilmittel für die Fragmentierung, Deformierung und Gewalt der heutigen Welt darzustellen. „Befreiende Evas“ ist das Ergebnis der im Wesentlichen fragmentierten Identitäten von Frauen*, die in offiziellen Aufzeichnungen als ganz erscheinen. Jede Unterteilung, wie „Arbeiterin, Freundin, Geliebte, aktive Politikerin, Hausfrau, Mutter“, etc. wird als ungültig betrachtet. Diese spirituellen Analysen zielen darauf ab, unsere Erinnerungen, Gefühle und Gedanken, Dokumente, ausgeschnittene Zeitungsausschnitte, Szenarien, Träume, Kurzgeschichten, Kunstwerke usw. in einer losen Collage zu sammeln und so eine avantgardistische Form von „Befreiende Evas“ zu schaffen.

Frauen* aller Klassen sind eingeladen, im Fanzin mitzuwirken. „Jede einzelne Frau* wird einen Stein in dieses Projekt legen, aus dem die moralische Struktur der Zukunft aufgebaut wird“, und das darauf abzielt, nicht sexistisch als „Identitäten-Gateway“ zu sein, in dem nicht nur weibliche Identität, sondern auch unterschiedliche (ethnische, Klassen, ideologische, etc.) Identitäten in Frage gestellt werden.

Darüber hinaus wird in der Türkei ein Goldener Tag abgehalten, wo Frauen* jeden Monat zusammenkommen, um miteinander zu reden, sich zu entspannen, Spaß zu haben, den sozialen Zusammenhalt aufrechtzuerhalten, zu wissen, was um sie herum passiert, etwas zu investieren oder ihren finanziellen Bedarf zu decken.