Feldforschung

Radieschen und Kopfsalat – Hauptsache gesund. Hauptsache billig. Aber unter welchen Bedingungen arbeiten die Pflücker_innen, die uns täglich das Gemüse auf den Teller bringen? Am 1. Oktober 2013 traten rund 70 Erntehelfer_innen aus Rumänien und Serbien bei einem Großbauern in Tirol in den Streik. Ohne jede Unterstützung durch eine Gewerkschaft oder die Bevölkerung hatten die Arbeiter_innen den Mut, ihre Arbeit aufs Spiel zu setzen, um sich gegen massive Ausbeutung und willkürliche Behandlung zur Wehr zu setzen. Ihr Arbeitskampf stellt ein einzigartiges Ereignis in Österreichs jüngerer Geschichte dar und bildet den Ausgangspunkt für eine musikalisch-literarische Spurensuche.

Interviews mit damaligen Protestierenden bilden die Grundlage für die Lecture-Performance FELDFORSCHUNG . Collagenhaft wechseln sich gespielte Szenen, Lesung, Kabarett und Musik ab. Auch die Situation von Pflücker_innen auf den Feldern um Wien wird thematisiert. Der Abend spannt einen breiten Bogen, der Fälle von massivem Lohndumping unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in einen globalen, historischen und theoretischen Kontext setzt. Die schlechten Arbeitsbedingungen sichern das Wohlstandsgefälle. Zur WIENWOCHE fragen wir uns nicht nur: Wie könnte ein Leben jenseits der kapitalistischen Produktion aussehen, sondern auch: Wie können wir es erstreiten? Dabei reflektieren die Theatermacher_innen auch ihre eigene Rolle: Wie kann man auf der Bühne für andere sprechen? Und warum hat man selbst jahrelang weggesehen?

Text und Regie: Franz-Xaver Franz, Lia Sudermann

Darsteller_innen: Olivia Platzer, Franz-Xaver Franz

Musik: Lissie Rettenwander

Recherche: Sónia Melo

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